15.10.18 | Politik und Wildschweine

Wir Jagdpächter werden der Einladung des Orstvereins der SPD Kleinmachnow zum Thema Wildschweine am 19.11.2018 im Rathaus Kleinmachnow nicht folgen da wir uns als ideologiefrei und überparteilich sehen. Wir sehen auch keinen Mehrwert darin, wenn das Thema Wild politisiert und instrumentalisiert wird. In den letzten Jahren haben wir Jagdpächter stets einen Beitrag zur Aufklärung über die Wildschweinsituation geleistet und auch an Informationsveranstaltungen in den Rathäusern von Stahnsdorf und Kleinmachnow teilgenommen. Wir stehen allerdings auch für keine andere politische Partei für Veranstaltungen dieser Art zur Verfügung und verweisen auch auf unsere Internetinformationsseite www.jagdpaechter.com.

Es handelt sich hier auch nicht um ein lokales Problem. Viele andere Städte und Landkreise haben Probleme mit dem Schwarzwild und aufgrund der geografischen Lage von Stahnsdorf und Kleinmachnow und den Veränderungen innerhalb der Landwirtschaft in der Umgebung, ist es unmöglich mit jagdlichen Mitteln Stahnsdorf oder Kleinmachnow wildschweinfrei zu machen! Solange es also "beratungsresistente" Mitbürger gibt die das nicht verstehen oder verstehen wollen und dabei noch absurde Argumentationen zum Thema Zäune und Kompostierungen in den Gärten verbreiten, wird das Thema nicht gelöst werden. Das Hauptproblem ist und bleibt das reichhaltige Nahrungsangebot welches in den Gärten angeboten wird und da appelieren wir an die Grundstückseigentümer Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten das Wild nicht in die Ortslagen zu locken. Wildschweine die einmal in den Gärten sind, die meist untereinander auch nicht gesichert sind, sind nur sehr schwer wieder hinaus zu bekommen, da man das Wild dann von einem Garten in den nächsten Garten vertreibt. Das Abschiessen des Wildes ist in der Regel aus Gründen der Sicherheit und Gefährdung nicht zu verantworten. Es fehlt weiterhin an der Rechtsgrundlage in den privaten Gärten die Jagd ausüben zu können.

© 2010 Jagd in Kleinmachnow