09.04.19 | ASP-Seuchenzug steht vor der Tür

In mehreren osteuropäischen Ländern ist die ASP (Afrikanische-Schweinepest) bestätigt und die Behörden unternehmen große Anstrengungen eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Der Erreger ist für Wild- und Hausschweine absolut tödlich, es gibt keine Impfung und auch keine Medikamente für die Tiere. Für Menschen ist der Erreger absolut ungefährlich. Bei einem bestätigten ASP-Fall in Deutschland werden in dem betroffenen Gebiet alle Wild- und Hausschweine mit behördlicher Anordnung getötet. Da wir einen gesunden Wildtierbestand in Einklang mit der Natur hegen wollen, haben wir vor diesem Szenario große Sorge. Bilder aus betroffenen Gebieten sind furchtbar! Die Ansteckung wird nicht über ein Wildschwein aus Litauen an ein Wildschwein in Brandenburg stattfinden. Es besteht ein großes Risiko, dass der Erreger vom Menschen auf das Wild übertragen wird. Experten bewerten den Transitverkehr als großes Risiko, da viele Fahrer aus verständlichen wirtschaftlichen Gründen Selbstversorger sind, bedeutet Produkte aus der Heimat mit auf die Reise nehmen. Da reicht ein achtlos entsorgtes Salamibrot und der Erreger ist bei uns. 

Je dichter also der Kontakt zwischen Wild und Mensch ist und je größer auch die Population ist, so größer ist das Risiko, dass es zu einer Infektion mit den entsprechenden Folgen kommt. Die zusätzlichen jagdlichen Maßnahmen zur Reduzierung der Population sind also als Seuchenprävention zu verstehen und absolut notwendigHierzu gehören auch Überlegungen und Maßnahmen wie wir das Schwarzwild aus den Ortslagen heraus bekommen. 

Ärgerlich ist, wenn unsere Anstrengungen mit dem beschmieren von Hauswänden und Brandstiftung an jagdlichen Einrichtungen quittiert werden. Hier sollte sich der Täter mal mit den Fakten und der für uns Jäger resultierenden Verantwortung auseinandersetzen. Für konstruktive und sachliche Dialoge stehen wir jederzeit zur Verfügung. Sachbeschädigung in Verbindung mit Brandstiftung bewerten wir allerdings als nicht hilfreich und als einen Straftatbestand der entsprechend verfolgt wird.

 

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